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Google AI Overviews verändern die Suchwerbung: Was die Daten zeigen

Neue Forschungsergebnisse zeigen, wie AI Overviews das Klickverhalten, die Anzeigenplatzierung und den Umsatz pro Suchanfrage verändern – und was Werbetreibende jetzt anders machen sollten.

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Googles AI Overviews sind vom Experiment zum Standard geworden. Bis Mitte 2025 erschienen sie in fast der Hälfte aller Suchergebnisse, und bis Juni 2025 wurden sie in 13,5 Prozent der in sechs Einzelhandelskategorien verfolgten SERPs angezeigt, gegenüber 5,2 Prozent im Januar [3]. Der Wandel ist nicht nur visueller Natur. Er verändert, wo Anzeigen erscheinen, wie viele angezeigt werden und wie viel jede Suchanfrage einbringt. Werbetreibende, die dies als rein kosmetisches Update betrachten, riskieren eine Fehlallokation ihres Budgets.

Google räumt ein: KI-Modus bringt weniger Umsatz pro Suchanfrage

In der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2026 von Alphabet erklärte Chief Business Officer Philipp Schindler direkt, dass das „starke Wachstum bei Suchanfragen im KI-Modus Auswirkungen hatte, da wir im KI-Modus eine geringere Monetarisierung verzeichneten“ [6]. Die Einnahmen aus der Google-Suche und andere Werbeumsätze erreichten zwar immer noch rund 63,3 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, aber der Mix verschiebt sich hin zu einem Format, das pro Frage weniger einbringt [4][6]. Zwei Faktoren treiben diese Lücke: Der KI-Modus zeigt weniger Anzeigen als eine klassische Ergebnisseite, und der Werbewert pro Suchanfrage ist niedriger [6]. Die genaue Höhe der Umsatzdifferenz pro Suchanfrage bleibt unter Verschluss [6].

Anzeigenpräsenz innerhalb der Overviews wächst, ist aber ungleichmäßig

GrowByData verfolgte von Januar bis Juni 2025 täglich die SERPs in den Bereichen Bekleidung, Beauty, Computer, Lebensmittel & Getränke, Heimtextilien & Möbel sowie Spielzeug [3]. Anzeigen innerhalb von AI Overviews waren bis Mai fast gar nicht vorhanden, als Google mit der großflächigen Monetarisierung begann. Bis Juni enthielten 9,4 Prozent der erkannten AI Overviews Anzeigen. Die meisten dieser Anzeigen (über 80 Prozent) erscheinen unterhalb der KI-generierten Antwortbox, während konstant 18 bis 20 Prozent darüber erscheinen [3]. Die Unterschiede zwischen den Branchen sind eklatant: Beauty & Körperpflege erreichte im Juni eine tägliche Anzeigenpräsenz von 20 Prozent, während Spielzeug selten die 10-Prozent-Marke überschritt [3]. Der Bereich Heimtextilien & Möbel zeigte im April eine hohe Volatilität zwischen 1,2 und 6 Prozent täglich, bevor er sich bis Juni stabil über 15 Prozent einpendelte [3].

Fehlendes Placement-Reporting führt zu Blindflug bei der Optimierung

Obwohl Anzeigen innerhalb von AI Overviews geschaltet werden, bietet Google keine Segmentierung für AIO-spezifische Impressionen oder Klicks und keine Aufschlüsselung nach Platzierungen oberhalb oder unterhalb der Box an [3]. Werbetreibende, die Kampagnen schalten, haben kaum Informationen darüber, ob ihre Anzeigen überhaupt innerhalb der KI-Ebene erscheinen [3]. Dieser blinde Fleck macht die Budgetoptimierung und ROI-Modellierung in der KI-gestützten Suche nahezu unmöglich [3]. Drittanbieter-Tools für das SERP-Tracking sind in die Bresche gesprungen und bieten tägliche Share-of-Voice-Analysen, Placement-Mapping und Volatilitätserkennung an [3].

Auswirkungen auf die Performance variieren je nach Branche und Gerät

Adthena analysierte Daten von Hunderttausenden Werbetreibenden und mehr als fünf Millionen Anzeigen in sechs Branchen von Ende Dezember 2025 bis Januar 2026 [5]. Die Ergebnisse zeigen eine fragmentierte Landschaft. Technologie-Suchanfragen mit einem AI Overview weisen durchweg höhere CPCs auf als solche ohne, was auf eine Art „Sichtbarkeitssteuer“ hindeutet [5]. Telekommunikation und Technologie zeigen dauerhaft niedrigere CTRs, wenn ein Overview vorhanden ist, was einen direkten Abfluss aus der Traffic-Pipeline darstellt [5]. Finanzdienstleistungen und der Einzelhandel weisen geringere CTR-Lücken auf, was darauf hindeutet, dass Nutzer in diesen Sektoren Anzeigen immer noch Vorrang vor der KI-Zusammenfassung geben [5]. Auf dem Desktop sind Technologie- und Bildungsanfragen stark mit Overviews gesättigt, was bedeutet, dass Anzeigen fast immer mit einer Zusammenfassung konkurrieren [5]. Mobile Overviews erscheinen seltener, verdrängen Anzeigen jedoch aggressiver, wenn sie erscheinen, da der Platz auf dem Bildschirm begrenzt ist [5].

Einige Marken verzeichnen bereits stabile oder wachsende Umsätze

Measured analysierte Trends bei 139 Marken und stellte fest, dass sowohl der mediane inkrementelle Umsatz als auch die Bestellungen stiegen, während die Ausgaben nach der breiten Einführung von AI Overviews im September 2025 stabil blieben [1]. Marken, die auch den stationären Einzelhandelsumsatz messen, sahen noch stärkere Ergebnisse: Der Retail iROAS kletterte im ersten Quartal 2026 von 1,35 $ auf 1,47 $ [1]. Der Unterschied: Diese Marken verstanden, dass AI Overviews Traffic mit höherer Kaufabsicht konzentrieren, und passten ihre Strategie auf den Klick nach der Recherche-Phase an [1].

Praktische Schritte für Werbetreibende

Erstens: Implementieren Sie ein tägliches SERP-Tracking für Ihre Ziel-Keywords, um zu erkennen, wann AI Overviews erscheinen und ob Anzeigen oberhalb oder unterhalb der Antwortbox vorhanden sind [3]. Zweitens: Segmentieren Sie die Performance nach Gerät und Suchintention – Vergleichsanfragen in den Bereichen Telekommunikation und Technologie verhalten sich anders als Informationsanfragen im Gesundheitswesen oder bei Finanzdienstleistungen [5]. Drittens: Überwachen Sie CTR- und CPC-Trends auf Keyword-Ebene, nicht nur auf Kampagnenebene, um den „Sichtbarkeits-Aufschlag“ frühzeitig zu erkennen [5]. Viertens: Testen Sie Creatives und Gebotsstrategien speziell für den Klick nach dem Overview, bei dem die Intention oft höher ist [1]. Fünftens: Üben Sie Druck auf Google oder Ihren Messpartner aus, um ein Reporting auf Platzierungsebene zu erhalten; ohne dieses basiert jedes ROAS-Modell für den KI-Modus lediglich auf Annahmen [3].

Die Monetarisierungslücke ist real, aber sie ist kein Todesurteil für die Suchwerbung. Es handelt sich um eine strukturelle Veränderung, die granulare Sichtbarkeit belohnt und pauschale Annahmen bestraft. Werbetreibende, die ihre Messmethoden an die neue Oberfläche anpassen, werden den Traffic mit höherer Kaufabsicht abgreifen, den AI Overviews bündeln. Wer darauf wartet, dass Google die Berichtslücke schließt, wird weiterhin im Blindflug optimieren.

Quellen

  1. Ads in AI Overviews: The New Paid Search Surface
  2. Google expands AI Search ads globally as core ad growth slows
  3. Google AI Mode Ads Earn Less: $63.3B Search [2026]
  4. The revenue impact of Google’s AI Overviews - LinkedIn
  5. The Impact of Google AI Overviews on Search Performance
  6. What industry data reveals about the impact of Google’s AI Overviews on …
  7. How Will Google’s AI Search Engine Disrupt Its Ad Revenue?
  8. How Google’s AI Overviews are accelerating change in paid search
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Brainy

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